Computertomographie

Die Computertomographie (abgekürzt CT genannt) ist ein modernes radiologisches Untersuchungsverfahren, bei dem mittels Röntgenstrahlung dünne Schichtaufnahmen des menschlichen Körpers gewonnen werden. Diese vielen Schichten können einzeln, aber auch zu zweidimensionalen und dreidimensionalen Bildern in sämtlichen Ebenen rekonstruiert werden. Durch diese Technik ist es möglich, den menschlichen Körper hochauflösend und detailgetreu darzustellen.

Der Computertomograph besteht prinzipiell aus einer Untersuchungsliege und der ring- bzw. tunnelförmigen Gantry. In dieser Gantry rotiert ein Röntgenstrahler mit sehr hoher Geschwindigkeit um den Patienten. Dem Röntgenstrahler gegenüber befinden sich mehrere Reihen hochauflösender Röntgendetektoren, welche die ankommende Röntgenstrahlung messen. Aus diesen zigtausendfachen Daten lassen sich mittels Computertechnik in hoher Qualität detailgetreue Aufnahmen des menschlichen Körpers erstellen.

Ablauf und Vorbereitung einer Computertomographie-Untersuchung

Zur Durchführung einer Computertomographie ist überwiegend keine spezielle Vorbereitung nötig. Eine Ausnahme bildet eine virtuelle CT-Koloskopie, für die eine Darmreinigung analog der Abführ-Maßnahme für eine konventionelle Darmspiegelung notwendig ist. Zunächst wird nach Ihrer Anmeldung in unserer Gemeinschaftspraxis die Untersuchungsart und der Untersuchungsumfang vom jeweils durchführenden Arzt festgelegt.

Der anschließende Untersuchungsvorgang dauert in der Regel nur 20 bis 40 Sekunden. Hierbei fährt der Untersuchungstisch durch die ringförmige Gantry, während die entsprechenden Bilddaten erstellt werden. Im Anschluss werden die erfassten Bilddaten rekonstruiert, aufbereitet und im Nachgang dann befundet. Das Untersuchungsergebnis wird Ihrem Überweiser mitgeteilt.

Untersuchungen des Bauchraumes

Bei der Untersuchung des Bauchraumes erhalten Sie 1 Liter einer verdünnten Kontrastmittellösung, die über einen Zeitraum von etwa 45 bis 60 Minuten eingenommen werden sollte, um eine optimale Darstellung des Magens, der Dünn- und der Dickdarmschlingen zu erreichen. Bei Untersuchungen der Blutgefäße oder des Harntraktes im Bauchraum wird auf eine Einnahme dieser oralen Kontrastmittel verzichtet.

Andere Untersuchungen

Bei allen anderen CT-Untersuchungen kann die Untersuchung zeitnah nach Ihrer Anmeldung durchgeführt werden. Sie werden von einer Mitarbeiterin aufgerufen und in den Untersuchungsraum begleitet. Hier legen Sie sich auf den gepolsterten Untersuchungstisch. In vielen Fällen ist es notwendig zusätzlich ein intravenöses Kontrastmittel zu verabreichen, um eine optimale Bildqualität der jeweiligen Körperregion zu erreichen. Hierzu wird Ihnen ein venöser Zugang gelegt. Kurz vor dem eigentlichen Untersuchungsvorgang wird das Kontrastmittel über eine computergesteuerte Injektionspumpe injiziert.

Computertomograph

In unserer Praxis arbeiten wir mit einem 64-Zeilen-Multi-Slice-CT des Typs GE Revolution Evo. Hierbei handelt es sich um einen Computertomographen modernster Bauart mit aktueller Soft- und Hardwaretechnik. Die Auswertung der Bilder erfolgt dabei an einer speziellen serverbasierten Nachbearbeitungsstation (Advantage Workstation Server).

Prinzipielle Funktionsweise eines Multi-Slice-Computertomographen

Der Computertomograph besteht prinzipiell aus einer Untersuchungsliege und der ring- bzw. tunnelförmigen Gantry. In dieser Gantry rotiert ein Röntgenstrahler mit sehr hoher Geschwindigkeit um den Patienten. Dem Röntgenstrahler gegenüber befinden sich mehrere Reihen hochauflösender Röntgendetektoren, welche die ankommende Röntgenstrahlung messen. Aus diesen zigtausendfachen Daten lassen sich mittels Computertechnik in hoher Qualität detailgetreue Aufnahmen des menschlichen Körpers erstellen.

Vor- und Nachteile einer Computertomographie

Vorteile

Der Vorteil der Computertomographie liegt in der hochauflösenden Abbildung der untersuchten Körperregion(en). Sie zählt heutzutage zu den Untersuchungsverfahren mit der größten Detailgenauigkeit. Aufgrund dieser hohen Abbildungsschärfe können beispielsweise die Herzkranzgefäße am schlagenden Herzen, feinste Strukturen innerhalb der Lunge oder auch die Innenstruktur der Knochen exakt abgebildet und beurteilt werden.

Da es sich um einen beiderseitig offenen Ring und nicht um einen Tunnel handelt, können selbst Patienten mit Klaustrophobie (umgangssprachlich Platzangst, richtiger aber Raumangst) meist problemlos untersucht werden. Eine CT-Untersuchung dauert insgesamt nur wenige Minuten, der eigentliche Untersuchungsvorgang sogar in der Regel nur 20 bis 40 Sekunden.

Nachteile

Der wesentliche Nachteil der Computertomographie ist die entstehende Strahlenbelastung. Um diesem Problem möglichst effektiv zu begegnen, verfügt unser Multi-Slice-Computertomograph über mehrere dosisreduzierende Techniken. So wird bei jeder einzelnen Schicht die Dosis optimiert, um jegliche unnötige Strahlenbelastung zu vermeiden.

Bei jeder Untersuchung wird die für die jeweilige Körperregion optimale Dosiseinstellung ermittelt, ähnlich einer hochmodernen Belichtungsautomatik einer Kamera.

Aufgrund der angewendeten Röntgenstrahlung können Computertomographien bei vorliegender Schwangerschaft nicht durchgeführt werden.

Orale und intravenöse Konstrastmittel

Für die Kontrastierung des Magen- und Darmtraktes stehen zwei Typen von Kontrastmitteln zur Verfügung, die beide in der Regel sehr gut verträglich sind. Üblicherweise wird ein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet, welches in einem Liter  Wasser aufgelöst wird.

Durch die Einnahme dieses Kontrastmittels können die Magen- und Darmstrukturen besser beurteilt werden. Da das Kontrastmittel vom Darm kaum resorbiert wird, scheiden Sie das Kontrastmittel in den nachfolgenden Tagen auch wässrig aus, was sich als kurzfristige Durchfallsymptomatik manifestieren kann.

Weitere Nachteile durch die Einnahme dieser Kontrastmittel sind nicht zu erwarten.

Sollte eine Jodunverträglichkeit bei Ihnen bekannt sein, so verabreichen wir als alternatives Kontrastmittel ein bariumsulfathaltiges weißliches Kontrastmittel, mit dem eine gleichwertige Bildqualität erreicht werden kann.

Das intravenös zu verabreichende Kontrastmittel wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Während der Injektion kann es gelegentlich zu einem nur wenige Sekunden anhaltenden Wärmegefühl sowie zu einem metallischen Geschmack im Mund kommen. Auch ein kurzfristiges Druckgefühl in der Harnblase kommt gelegentlich vor. Hierbei handelt es sich um zu erwartende normale Empfindungen.

Es kommt nur äußerst selten zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber dem Kontrastmittel mit allergieähnlichen Reaktionen wie Übelkeit, Juckreiz und Hautausschlag. Auch diese seltenen Nebenwirkungen stellen in aller Regel keine wesentliche Gefährdung dar und sind von kurzfristiger Dauer. Extreme Überempfindlichkeitsreaktionen mit Einfluss auf das Herzkreislaufsystem sind ausgesprochen selten. Für die Behandlung bei Kontrastmittelunverträglichkeiten stehen die entsprechenden Medikamente und Gerätschaften selbstverständlich zur Verfügung. Bei bekannter Kontrastmittelunverträglichkeit und dringlicher Indikation zur Durchführung einer kontrastmittelunterstützten Computertomographie können als Prophylaxe Antihistaminika und kortisonhaltige Medikamente vor der Untersuchung verabreicht werden, um das Risiko einer Kontrastmittelreaktion zu reduzieren.


Spezielle Untersuchungen in der Computertomographie


Die Abbildung der Halsschlagadern ist bei klinischem und sonographischem Verdacht auf eine Stenose ein wichtiger Beitrag zur Schlaganfallsprophylaxe.

Mit Hilfe der Multi-Slice-CT-Angiographie können die Halsschlagadern äußerst exakt dargestellt und Einengungen bzw. Gefäßverschlüsse beurteilt werden.

Hieraus lassen sich die notwendigen therapeutischen Schritte ableiten und entsprechende Empfehlungen zur operativen oder katheterunterstützten Therapie (Ballonerweiterung, ggf. mit Stent) aussprechen.

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) stellt eine der häufigsten Erkrankungen des Kreislaufes dar. Eine der Ursachen für den erhöhten Blutdruck kann eine Einengung im Bereich der Nierenarterien sein. Bei Vorliegen einer solchen Nierenarterienstenose schütten die Nieren vermehrt Hormone aus, die zu einem Blutdruckanstieg führen.

Mithilfe einer CT-Angiographie der Nierenarterien können diese exakt beurteilt und eine Nierenarterienstenose nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden. Insbesondere auch für die Beurteilung der Offenheit von Nierenarterien-Stents ist die CT-Angiographie geeignet.

Infolge einer Arteriosklerose kann es zu Ablagerungen entlang der Becken- und Beinarterien kommen mit der Folge von Durchblutungsstörungen. Diese äußern sich typischerweise in Form von Waden- oder Beinschmerzen beim Gehen. Im Ruhezustand lassen diese Schmerzen meist rasch nach (Schaufensterkrankheit).

Mithilfe der CT-Angiographie der Becken-Bein-Arterien können die Gefäße vom Bauch bis zu den Füßen detailgetreu und exakt dargestellt und solche Durchblutungsstörungen nachgewiesen werden.

Die Computertomographie gilt als ein sehr genaues radiologisches Verfahren, um die Nieren morphologisch darzustellen. Mit Hilfe der Mehrphasentechnik können isolierte Läsionen, beispielsweise Zysten und Nierentumore sehr zuverlässig abgebildet bzw. ausgeschlossen werden.

Die CT-Urographie ist eine spezielle Untersuchungstechnik zur Darstellung der kleinen Nierenkelche, des Nierenbeckens, der Harnleiter und der Harnblase. Hierzu wird nach einer i.v.-Kontrastmittelapplikation einige Minuten gewartet,  bis die Nieren das Kontrastmittel ausscheiden. Auf den nach diesem Zeitintervall angefertigten CT-Aufnahmen des Bauchraumes stellen sich die obigen Strukturen sehr detailgetreu als kontrastmittelgefüllte Strukturen dar, so dass sich auch kleine Strukturen innerhalb der ableitenden Harnwege gut deuten lassen.

Besonders geeignet ist diese Untersuchungstechnik zur Darstellung eines unklaren Harnstaues, also einer Abflussstörung im Bereich des Harntraktes, sowie zur Abklärung der ableitenden Harnwege bei Blut im Urin. Auch kleine Tumore innerhalb der ableitenden Harnwege (Urothelkarzinome) können mit dieser Technik abgebildet werden.

 

Mit Hilfe der Computertomographie kann ebenfalls der Dünndarm gut dargestellt und krankhafte Veränderungen erkannt werden. Besonders genau lassen sich die Dünndarmschlingen nach oraler Einnahme von Wasser abbilden. Zur Vermeidung der Resorption des eingenommenen Wassers wird hierzu ein 2,5 % Wasser/Mannitolgemisch getrunken.

Computertomographisch werden die Dünndarmschlingen als wassergefüllte Hohlräume dargestellt, sodass an der Dünndarmwand eventuelle Tumore oder entzündungsbedingte Wandverdickungen nachzuweisen sind. Das gebundene Wasser wird auf natürlichem Wege ausgeschieden.

Die CT-Koronarangiographie ermöglicht die Darstellung der Herzkranzgefäße ohne Herzkatheter. Im Gegensatz zur Katheteruntersuchung handelt es sich um ein nicht invasives und somit schonendes Verfahren. Die Untersuchung erfordert lediglich die Anlage eines venösen Zuganges sowie eine Kontrastmittelinjektion.

Aufgrund der hohen örtlichen Bildauflösung und der optimierten Aufnahmegeschwindigkeit können die Herzkranzgefäße in allen Raumebenen und dreidimensional abgebildet und beurteilt werden. Um die Bewegungsartefakte des schlagenden Herzens auszugleichen, werden die Aufnahmen mit einer sogenannten EKG-Triggerung angefertigt, wodurch das schlagende Herz am Bild "eingefroren" wird.  Voraussetzung für eine gute Bildqualität ist, dass die Pulsfrequenz nicht zu hoch ist. Optimal ist eine Herzfrequenz von unter 65 Schlägen pro Minute. Gegebenenfalls kann die Herzfrequenz durch die Gabe eines Betablockers für die Dauer der Untersuchung eingestellt werden.

Die gesamte Untersuchung einschließlich des Auflegens des Patienten am Untersuchungstisch, das Anlegen des venösen Zuganges und der eigentlichen CT-Koronarangiographie erstreckt sich in der Regel nur auf wenige Minuten. Der eigentliche Untersuchungsscan dauert 20 bis 30 Sekunden. Anschließend werden die Bilder an einem speziellen Nachverarbeitungscomputer beurteilt und der entsprechende Befund erstellt. Dieser Vorgang erfordert allgemein einen Zeitaufwand von 30 bis 60 Minuten.

Vor- und Nachteile einer CT-Koronarangiographie

Vorteile

Die CT-Koronarangiographie ist ein wenig belastendes und schnelles Verfahren für den Patienten. Sie können direkt danach ohne Beeinträchtigung z. B. ihrer Arbeit nachgehen. Die Komplikationsrate der Untersuchung ist extrem niedrig und beschränkt sich auf die bekannten, nur selten auftretenden Kontrastmittelunverträglichkeiten.

Nachteile

Nachteilig ist, dass die Untersuchung eine Herzfrequenz von unter 70 Schlägen pro Minute, optimal einer Herzfrequenz von etwa 60 bis 65 Schlägen pro Minute erfordert. Hierzu kann es notwenig sein, einen Betablocker zur Herabsetzung der Herzfrequenz einzunehmen.

Ein weiterer Nachteil ist die Strahlenbelastung, die im besten Fall in etwa mit der Strahlenbelastung einer Herzkatheteruntersuchung vergleichbar, möglicherweise aber auch etwas höher ist. Im Falle von nachgewiesenen Gefäßverengungen oder sogar Gefäßabbrüchen der Herzkranzgefäße in der CT-Koronarangiographie kann es vor Einleitung der entsprechenden Therapie notwendig sein, eine Herzkatheteruntersuchung ergänzend durchzuführen.

Indikationen für die CT-Koronarangiographie

Mithilfe der CT-Koronarangiographie können mit einer Sicherheit von bis zu 98 Prozent Engstellen an den Koronararterien, sogenannte Stenosen, ausgeschlossen werden.  

Ziel der CT-Koronarangiographie ist es, unnötige Herzkatheteruntersuchungen zu vermeiden, bei denen ein unauffälliger Befund erhoben wird. Schätzungen haben gezeigt, dass etwa 25 bis 30 Prozent der durchgeführten Herzkatheteruntersuchungen keinen relevanten Befund ergeben, so dass diese Untersuchungen letztendlich unnötigerweise durchgeführt wurden. Sollten sich bei der CT-Koronarangiographie Gefäßengen nachweisen lassen, kann sich in vielen Fällen aus diesen Befunden bereits die Indikation zu einer medikamentösen, interventionellen (Ballon-Dilation oder Stent-Implantation) oder operativen (Bypass-Operation) Therapie ergeben.

Eine weitere etablierte Indikation zur Durchführung einer CT-Koronarangiographie ist die Darstellung von angeborenen koronaren Anomalien, die gelegentlich ebenfalls als Ursache von thorakalen Beschwerden und einer Angina pektoris-Symptomatik verantwortlich sein können.

Zusätzlich ist die Anwendung einer CT-Koronarangiographie auch in den Fällen sinnig, bei denen entweder ein Belastungs-EKG oder eine Herzszintigraphie einen unklaren Befund ergeben haben.

Nicht sinnvoll dagegen ist eine CT-Koronarangiographie bei Patienten, die eine eindeutig koronar bedingte Angina pektoris-Symptomatik oder sogar eine instabile Angina haben, da vorrangig unmittelbar eine Herzkatheteruntersuchung erfolgen sollte.

Mithilfe der Multi-Slice-CT ist es möglich,  die Herz- Bypässe abzubilden und sie somit auf ihre Offenheit hin zu überprüfen.
Vor allem ist diese Untersuchung bei Patienten sinnvoll, bei denen eine Bypassoperation durchgeführt worden ist und erneute Brustschmerzen aufgetreten sind oder aus anderen Gründen die Offenheit der Bypassgefäße dargestellt werden soll.

Die Untersuchungstechnik entspricht der Technik der CT-Koronarangiographie, wobei nicht nur das Herz, sondern der gesamte Brustkorb abgebildet wird, um den kompletten Bypassverlauf darzustellen. Die Bypässe können somit eindeutig identifiziert und beurteilt werden. Von großem Vorteil ist, wenn zur Untersuchung eine Kopie des Operationsberichtes vorliegt, da hieraus genau hervorgeht, welche Bypässe angelegt worden sind.

Die CT-Bypass-Kontrolle dauert ca. 30 Sekunden. Auch diese Untersuchung erfordert das Anlegen eines venösen Zuganges und eine Kontrastmittelinjektion. Für eine optimale Bildqualität ist es von Vorteil, wenn die Herzfrequenz deutlich unter 70 Schläge pro Minute beträgt. Hierfür kann es notwendig sein, die Herzfrequenz durch die Gabe eines Betablockers für die Dauer der Untersuchung abzusenken.

Nach Ballonangioplastie und Stentimplantation in die Koronararterien kann es zur Entstehung eines Thrombus (Blutgerinnsels) im Stent und damit zu einer Einengung oder sogar zum Stentverschluß kommen. Mit Hilfe der Computertomographie ist es möglich, die Offenheit der koronaren Stents häufig auch ohne Katheteruntersuchung zu beurteilen.

Die virtuelle CT-Koloskopie gilt bei der Suche nach Polypen und Dickdarmtumoren als eine Alternative zur endoskopischen Dickdarmspiegelung. Hierzu muss die Indikation nach der geltenden Röntgenverordnung überprüft werden. Die Vorbereitung entspricht der einer Darmspiegelung. Vor der Untersuchung müssen abführende Maßnahmen durchgeführt werden, damit der Dickdarm vollständig entleert ist. Dafür erhalten Sie eine genaue Anleitung.

Vor der eigentlichen Untersuchung wird nach intravenöser Gabe von Buscopan, welches zur Entspannung der Darmmuskulatur und somit zur besseren Beurteilbarkeit und besseren Verträglichkeit der Untersuchung führt, über  einen Schlauch Luft in den Darm appliziert. Danach führen wir eine dünnschichtige Computertomographie des Bauchraumes in Rücken- und in Bauchlage durch. Aus den gewonnenen Bilddaten kann der Dickdarm in allen Raumebenen als auch dreidimensional dargestellt werden.

Die Untersuchung dient gezielt dazu, Polypen und Frühformen von Darmkrebs zu erkennen, um diese rechtzeitig zu behandeln. Polypen können Frühformen von Dickdarmkrebs sein. Man geht davon aus, dass ein Polyp etwa acht bis zehn Jahre braucht, um sich zu einem bösartigen Tumor umzuwandeln. Werden Polypen rechtzeitig erkannt und entfernt, entsteht auch kein Darmkrebs. Insgesamt dauert die Untersuchung etwa fünf Minuten. Nach der Untersuchung dürfen Sie für ein paar Stunden nicht als Fahrer eines Fahrzeugs am Straßenverkehr teilnehmen, da durch das Buscopan eine vorübergehende Beeinträchtigung der Sehschärfe und eine erhöhte Blendwirkung entstehen kann.